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Samstags begann der Lehrgang mit einer traditionell, japanischen Thematik. Den grundlegenden Bewegungsformen und der prinzipiellen Handhabung eines Katana. Im Training werden hierzu Holzschwerter, genannt Bokken, benutzt. Da aber Jiu Jitsu eine Defensivkunst ist, trainierten die Teilnehmer nach dem generellen Umgang auch traditionelle Verteidigungsformen eines Unbewaffneten, gegen einen Schwertangriff. Zum Glück ist es im 21. Jahrhundert unwahrscheinlich, mit einem solchen Schwert angegriffen zu werden, die Prinzipien dieser Techniken sind jedoch auch auf moderne Situationen anwendbar. Gerhards Methoden basieren daher auf Techniken, die minimal abgewandelt, gegen verschiedene Angriffe einsetzbar sind.

Ein Beispiel wäre der Angriff mit einem längeren Stock oder ggf. Baseballschläger. Daher wurden daraufhin Abwehren gegen verschiedene Angriffe mit einem Langstock oder Baseballschläger, trainiert. Besonders ertragreich waren die Inhalte, da Gerhard den Teilnehmern immer wieder Querverweise, Parallelen und Gemeinsamkeiten bei verschiedenen Abwehren und Angriffen zeigen und erklären konnte. Somit konnte aus Gerhards lustigem, aber dennoch tiefsinnigem Ausdruck, „Alles die selbe Sauce, nur ein Bisschen anders gewürzt“, jeder Teilnehmer, anhand seines persönlichen Kenntnisstandes, etwas für sich mit nach Hause nehmen.

Das letzte Thema war die Abwehr eines Messerangriffs, welcher leider in Deutschland in den letzten Jahren, zu häufig vorgekommen ist. Gerhards Rat hier war, dass jede Person immer einen Metallkugelschreiber mit sich führen sollte. Dieser sei sehr praktisch, nicht nur wenn es um die Unterzeichnung von Verträgen ginge und sei nicht als „Waffe“ zu erkennen. Schon sehr bald merkten alle Teilnehmer, wie sich ein geübter Jiu Jitsuka, mit Hilfe dieses einfachen Alltagsgegenstandes, wirkungsvoll gegen einen Angriff mit dem Messer zur Wehr setzen kann.

Nach insgesamt ca. neun Stunden intensiven Trainings am Freitag und Samstag, endete ein interessanter, lehrreicher und lebhafter Lehrgang mit einem Großmeister, der Anfänger und Meister gleichermaßen beeindrucken und weiterbilden konnte.

 

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