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Zunächst aber war der Freitagabend vor dem Lehrgang geprägt von Konzentration und Schweiß für Matthias Mattern, Marc Altvater und Jan Herbst. Für Marc und Jan galt es die Prüfung für den blauen Gürtel zu bestehen, während Matthias die sicherlich nicht einfache Aufgabe hatte, für den schwarzen Gürtel ein mehr als eineinhalbstündiges Prüfungsprogramm vorzuzeigen, um aus den Reihen der Schüler zum Meister zu werden. Eine solche Prüfung wird auch sicherlich nicht leichter, wenn diese unter den kritischen Augen eins Meisters der Kampfkunst, wie Herman van Loo, zu absolvieren ist. Doch am Schluss haben alle Ihre Prüfung bestanden und kamen sichtlich entspannter und strahlend vor Freude und Stolz am Samstag zum Lehrgang. Dies natürlich sichtbar zeigend mit neuem Gürtel in der Farbe des nun erworbenen höheren Kyu, wie man die einzelnen Stufen während der Ausbildung vom Schüler zum Meister nennt, und auch Dan-Grades, also Meistergrades.

Am Samstagvormittag wurden auch zunächst die erfolgreichen Prüflinge mit Applaus begrüßt und beglückwünscht, bevor es nach einleitenden Worten von Michael Haas zur traditionellen Begrüßungszeremonie ging. Ein paar Minuten der Konzentration, der Stille und des Respektes vor den Ahnen, dem Meister, dem Leben und der Erde prägen diese Zeremonie zu Beginn eines jeden Trainings oder Lehrgangs.

An diesem Vormittag war der Lehrgang bestimmt von Abwehrtechniken durch Angriffe mit der Hand, ob Faustschlag, boxen, würgen oder greifen. Verschiedenste Techniken zur Aufnahme der Bewegungsenergie, die der Angreifer in seinen Angriff steckte, wurden vorgeführt. Immer in Kombination mit weiterführenden Techniken um den Angreifer zu Fall zu bringen oder zu fixieren. Schließlich soll im echten Leben ein Angreifer der Polizei übergeben werden können. Ein Schwerpunkt bei der Fixierung lag dabei auf Hebeln von Hand und Finger, welche richtig angewendet sehr schmerzhaft und daher effektiv sind, um einen Gegner fest zu halten.

Auf Wunsch von einigen Teilnehmern wurde am Nachmittag eine spezielle Fähigkeit von Herman gezeigt und die Teilnehmer animiert dies selber zu versuchen. Es geht hierbei um die Aktivierung und Kontrolle der eigenen Kraft und Energie. Aber nicht zum Schlagen und Treten, sondern mental die eigenen Energieströme des Körpers zu kontrollieren und vor allem die des Angreifers bzw. Gegners. Die einen glauben es oder konnten es sogar spüren. Die anderen waren skeptisch und blieben es zum Teil bis zum Schluss. Aber der Faszination von Chi (Chinesisch) bzw. Ki (Japanisch) konnte sich keiner entziehen. Und es sind die gleichen Energien die chinesische und japanische Heilkünste verwenden bzw. beeinflussen um Krankheiten zu heilen. So hat alles sein Ying und sein Yang.

Nach einem langen Tag mit über 6 Stunden Trainings-Zeit war aber bei allen die Energie, wo immer diese dann auch vorher war, erst mal raus. Während man das Auto mit Benzin betankt oder den Akku mit Strom auflädt, so sollte es in dieser Runde die Mahlzeit der Götter sein, welche für neue Energie sorgte. Und wo könnte dies besser geschehen als auf dem Olymp in Algenrodt, in den Hallen von Poseidon.

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